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Online-Handel bleibt Wachstumstreiber - HDE-Prognose für 2018: Umsatzplus von zwei Prozent

Der Einzelhandel konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr zum achten Mal in Folge steigern. Angesichts der weiterhin positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnet der HDE für das Jahr 2018 mit einem Umsatzplus von zwei Prozent. Gleichzeitig setzt sich das dynamische Wachstum im Online-Handel fort.

HDE Prognose 2018„2017 war ein gutes Jahr für den Einzelhandel. Vom Online-Wachstum profitieren auch immer mehr stationäre Händler, die die Chancen der Digitalisierung für sich nutzen“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Die Umsätze der Branche wuchsen insgesamt um nominal 4,1 Prozent. Für das kommende Jahr rechnet der HDE mit einem weiteren Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für die Hälfte des Wachstums steht dabei der Online-Handel. Während der E-Commerce seine Umsätze um zehn Prozent steigern wird, macht der stationäre Kanal voraussichtlich nur ein Plus von 1,2 Prozent.

Die Handelsunternehmen reagieren und investieren in den Aufbau und die Optimierung von Online-Shops sowie in die Digitalisierung der Geschäfte vor Ort. Damit die Händler die Chancen der Digitalisierung konsequent nutzen können, brauchen sie die passenden Rahmenbedingungen. Sanktjohanser: „Grundvoraussetzung ist eine leistungsfähige und flächendeckende digitale Infrastruktur. Da gibt es gerade in ländlichen Regionen noch viel zu tun.“ Außerdem müssten die Unternehmen entlastet werden, um die notwendigen Investitionen in die Digitalisierung leisten zu können. Zudem sollten die Vorgaben des Datenschutzes praxisnah und innovationsfördernd gestaltet werden. Zu hohe Anforderungen gefährden die Konkurrenzfähigkeit besonders kleinerer Unternehmen. Um den fairen Wettbewerb geht es mit Blick auf multinationale Online-Plattformen. „Wer hierzulande Waren verkauft, muss sich an die Regeln halten. Ansonsten sind einheimische Händler benachteiligt“, so Sanktjohanser weiter.

Der Umbruch in der Branche setzt besonders kleinere Händler unter Druck. „Die Schere zwischen Groß und Klein geht immer weiter auseinander“, so Sanktjohanser. Deshalb sei jetzt vor allem eine Politik für attraktive Standorte entscheidend. Kontraproduktiv seien in diesem Zusammenhang Fahrverbote oder eine Blaue Plakette. „Die Innenstädte müssen sowohl für die Kunden als auch für die Handelslogistik erreichbar bleiben“, so Sanktjohanser weiter. Der Handel arbeite bereits mit zahlreichen Maßnahmen wie beispielsweise Tests von E-sowie Erdgas- und Hybrid-Lkws daran, Stau und Luftverschmutzung so gering wie möglich zu halten.

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