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Tag der Bildung: Ausbildung fit für die Digitalisierung machen

Zum heutigen Tag der Bildung fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) mehr Investitionen von Bund und Ländern in IT- und Medienausstattungen sowie in die Qualifizierung der Lehrkräfte.

Dabei müssten auch die Voraussetzungen für eine engere Kooperation zwischen Bund und Ländern geschaffen werden.

„Die Handelsunternehmen brauchen Nachwuchs, der fit in der digitalen Welt ist. Das setzt aber voraus, dass der Staat sämtliche Einrichtungen unseres Bildungssystems mit IT- und Medienhardware ausstattet und schnelle Internetanschlüsse sowie WLAN-Empfang sicherstellt. Digital- und Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und muss deshalb zum festen Bestandteil der Aus- und Weiterbildung des Lehrpersonal werden“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Die Umsätze im Online-Handel steigen Jahr für Jahr zweistellig. Ausbildung und Berufe müssen sich der Digitalisierung anpassen. „Damit die Händler innovativ bleiben können, brauchen sie innovativen Nachwuchs. Deshalb hat der HDE die Ausbildungen für die Einzelhandelsberufe reformiert und den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann im E-Commerce auf den Weg gebracht“, so Sanktjohanser weiter. E-Commerce-Kaufleute können ab August 2018 ausgebildet werden.

Die beiden klassischen Einzelhandelberufe erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit und belegten im Ranking der meistgewählten Ausbildungsberufe in Deutschland 2016 mit dem Kaufmann im Einzelhandel Platz 1 (über 25.000 neue Ausbildungsverträge) und mit dem Ausbildungsberuf Verkäufer (knapp 24.000 neue Verträge) Platz 3. Und auch für Abiturienten bietet der Handel attraktive Chancen: Diese können beispielsweise die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel im Rahmen der sogenannten Abiturientenprogramme verkürzen und direkt im Anschluss die Fortbildung zum geprüften Handelsfachwirt anschließen. Hierdurch können sie innerhalb von drei Jahren gleich zwei anerkannte Abschlüsse erlangen und sind mit dem Fachwirt dem Bachelor gleichgestellt.

Trotzdem haben viele Unternehmen in den letzten Jahren Probleme, ihre Lehrstellen zu besetzen. Sanktjohanser: „Es muss noch deutlicher werden, dass man auch mit einer Lehre ein erfülltes und vielversprechendes Berufsleben erreichen kann.“ Hier seien auch Schulen und Berufsberatungen gefordert. Denn im Einzelhandel ist die Karriere mit Lehre der Normalfall. So haben über 80 Prozent der Führungskräfte in der Branche mit einer Ausbildung ihren Weg nach oben begonnen.

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