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19. Mai 2009

Künftiger EU-Handelspräsident: Handel weiß am besten, was der Kunde will

PdH BERLIN " Als begeisterter Europäer zeigte sich der zukünftige Präsident des europäischen Handelsverbands EuroCommerce, RAINHARDT Freiherrr VON LEOPRECHTING, im Interview mit dem Handelsjournal. "Aus Sicht der europäischen Händler ist die EU rundum positiv zu bewerten", sagte LEOPRECHTING in der aktuellen Mai-Ausgabe des Fachmagazins. "Die Gemeinschaft hat uns den größten Binnenmarkt der Welt geschaffen. Vor allem aufgrund der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und des immer kleiner werdenden nationalen Marktes stellt der EU-Binnenmarkt eine einzigartige Chance für den deutschen Handel dar." Allerdings sei fraglich, ob die EU wirklich alles und jedes regeln müsse. "Es sollte häufiger die Frage gestellt werden, ob manche Dinge nicht auf nationalstaatlicher Ebene viel besser geregelt werden könnten", meinte der designierte europäische Handels-Präsident. Andererseits gebe es auch Probleme, die auf EU-Ebene viel besser geregelt werden könnten.

Hinsichtlich der Themen Verbraucherrecht, Kennzeichnungspflicht, Ernährungs- und Umweltpolitik kritisierte LEOPRECHTING die latente Unterstellung seitens der Politik in Berlin und Brüssel, der Handel würde den Kunden Informationen vorenthalten. Dies sei ein grundsätzliches Missverständnis. "Wir sind die Experten für den Verbraucher und damit für alles, was mit Verbraucherschutz zu tun hat. Wir wissen im Regelfall besser als die europäische Bürokratie, was der Kunde von uns tatsächlich erwartet", bekräftigte LEOPRECHTING.

Das Handelsjournal wird von der Einzelhandelsorganisation herausgegeben und erscheint monatlich in der Verlagsgruppe Handelsblatt.

 

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