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HDE

2. September 2009

Handel fordert mehr Kredite

"Die Finanzierungsbedingungen für den Einzelhandel haben sich weiter verschlechtert", erklärte jetzt in Berlin Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE). "Nach wie vor leiden Handelsunternehmen am stärksten unter der zurückhaltenden Kreditvergabe der Banken", sagte Genth. Dies sei gravierend, da der Handel einen vergleichsweise hohen Finanzierungsbedarf für Miete, Ausstattung und Warenbestand habe, jedoch nur über wenig Eigenkapital verfüge. Nun hätten Einzelhändler durch die Unternehmenssteuerreform noch zusätzlich mit steuerlichen Mehrbelastungen zu kämpfen. "Gerade in schwierigen Zeiten können Finanzierungsprobleme schnell das Ende für Einzelhandelsunternehmen bedeuten", warnte der HDE-Chef.

Daher rief Genth die Kreditinstitute zu mehr Engagement auf: "Banken sollten den Handel nicht länger als Risikobranche sehen. Sie sollten besser einschätzen können, ob eine Geschäftsidee gut ist und mehr Mut aufbringen, Geld zu vergeben." Er forderte insbesondere die KfW auf, die Fülle der Förderprogramme übersichtlicher und transparenter zu gestalten. Außerdem sei es erforderlich, dass Banken die Besonderheiten der Handelsstruktur berücksichtigen. "Bonitätsbeurteilungen orientieren sich zu stark an anderen Branchen. Der Handel hat äußerst geringe Gewinnmargen und viel gebundenes Kapital. Die Banken sollten dies bei der Kreditvergabe unbedingt bedenken", betonte Genth. In diesem Zusammenhang fordert der HDE-Chef die Kreditwirtschaft auf, die Zusage in der jetzt unterzeichneten Selbstverpflichtung rasch umzusetzen und die verbesserten Refinanzierungskonditionen an Wirtschaft und Privatkunden weiterzugeben

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