30. September 2009
Verbraucherinformation klappt
"Wir haben eine funktionierende Verbraucherinformation. Das weiß auch die neue Bundesregierung. Eine Verschärfung des Gesetzes ist unnötig. Das gilt besonders für einen direkten Informationsanspruch gegen die Unternehmen", sagte heute in Berlin Franz-Martin Rausch, verbraucherpolitischer Experte des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), anlässlich der Bundestagswahl.
Konkrete
Verbraucheranfragen würden heute zeitnah und präzise
beantwortet, stellte Rausch fest. Pauschale Anfragen einiger
Organisationen würden aber Behörden und
Handelsunternehmen als drittbetroffene Wirtschaftsakteure an den
Rand der Leistungsfähigkeit bringen und erhebliche Ressourcen
binden. So hätten im vergangenen Jahr beispielsweise 22
Anfragen allein in einer Landesbehörde 1.600 Anhörungen
bei Unternehmen erforderlich gemacht. "Diesen pauschalen Anfragen
muss ein Riegel vorgeschoben werden", forderte der HDE-Experte.
Eine Absage erteilte er auch Forderungen nach einem direkten
Informationsanspruch der Verbraucher gegenüber Unternehmen.
Dieser würde die Unternehmen einseitig belasten, den
Verbrauchern aber keinen Zusatznutzen bringen. Bereits heute
würden Handelsunternehmen ihre Kunden weit mehr informieren
als der Gesetzgeber vorschreibt: im Internet, per Telefon, im
täglichen Gespräch mit den Kunden im Geschäft, aber
auch auf den Verpackungen der Eigenmarken und an den Regalen.
"Verbraucherinformation ist für den Handel gelebte
Praxis", so Rausch. "Einzelhändler haben ein starkes
Eigeninteresse an der Schaffung von Kundennähe und Vertrauen.
Dazu bedarf es keiner ergänzenden gesetzlichen
Regelung."


