28. Oktober 2009
Nein zu City-Maut freut Handel
"Das klare "Nein" der Koalitionäre zur City-Maut und zu innerstädtischen Fahrverboten generell freut den Einzelhandel", stellte heute in Berlin Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), fest. " Eine City-Maut schadet dem Wirtschaftsstandort Stadt und ist auch umweltpolitisch kontraproduktiv. Gute Erreichbarkeit der Innenstädte ist ein Garant für deren Vitalität. Statt auf Fahrverbote setzt der Handel auf Verkehrsoptimierung und intelligente Verkehrssysteme."
Ebenfalls in die
richtige Richtung würden die Pläne der schwarz-gelben
Koalition bei den Umweltzonen gehen, sagte Genth. Derzeit gebe es
Umweltzonen in 33 deutschen Städten. In weiteren neun sei eine
Einrichtung geplant, in sieben davon bereits Anfang 2010. Die
Wirkung der Umweltzonen sei äußerst fraglich. Belastbare
Wirkungsanalysen würden nicht vorliegen, kritisierte der
HDE-Chef. 2Umweltzonen sorgen dafür, dass die motorisierten
Kunden die Innenstädte meiden und dafür zu den
Geschäften auf der Grünen Wiese fahren. Der Verkehr wird
nicht weniger, sondern verlagert sich nur. Für die
Geschäfte in den Städten mit Umweltzonen wird das
Überleben schwieriger." Deshalb sei die Entscheidung der
Bundesregierung richtig, Wirksamkeit und
Verhältnismäßigkeit von Umweltzonen stärker zu
prüfen. Einfahrverbote sollen dort gelockert werden, wo
Einschränkungen in keinem vernünftigen Verhältnis
zur Feinstaubreduzierung stehen. Entsprechende Ausnahmeregelungen
sollen bundesweit vereinheitlich werden. "Hier bleibt abzuwarten,
wie eine entsprechende Initiative auf Bundeslandebene umgesetzt
werden soll", sagte Genth.


