11. November
2009
Handel
für mehr nachhaltigen Konsum
Der Handel
unterstützt die neue Bundesregierung in ihrem Anliegen, den
nachhaltigen Konsum zu fördern. Das versicherte heute in
Berlin der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE). Ob
Fairtrade-, Bio- und regionale Produkte, nachhaltig geschlagenes
Holz und ressourcenschonend gefangener Fisch, energiesparende
Elektrogeräte und besonders auf Schadstoffe geprüfte
Textilien: Der Einzelhandel setze auf nachhaltige Produkte und
weite diese Sortimente beständig aus, sagte HDE-Experte Beat
Späth.
Die Unternehmen
würden ihren Kunden auch Informationen über nachhaltigen
Konsum zur Verfügung stellen. Immer mehr Handelsunternehmen
würden darüber hinaus die Zusammenarbeit mit ihren
Zulieferern vertiefen, um Konsumprodukte noch umweltfreundlicher zu
machen, etwa was die Verminderung der Treibhausgasemissionen
betrifft. Und, so Späth: "Der Einzelhandel engagiert sich
für mehr Lebensmittelqualität und -sicherheit und das
auch über die gesetzlichen Vorgaben hinaus." Dieses
Angebot stoße bei den Verbrauchern auf Akzeptanz. "Die
Nachfrage nach nachhaltigen Produkten ist in den vergangenen Jahren
gewachsen. Trotzdem ist sie weiter ausbaufähig, denn immer
noch kauft nur eine Minderheit der Konsumenten diese Artikel",
erklärte der Verbandsexperte. Der Ausbau nachhaltiger
Sortimente sei auch aus Sicht des Handels erwünscht -
vorausgesetzt die Kunden fragen diese Produkte nach. Allerdings, so
Späth, sei der Absatz nachhaltiger Waren nur bedingt von den
Handelsunternehmen beeinflussbar: "Die Verbraucher sind
mündig und entscheiden selbst, was sie wo für welchen
Preis kaufen wollen. Der Einzelhandel ist nicht der Schulmeister
der Nation. Einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft zu
erreichen, liegt nicht in seiner Macht. Deshalb sprechen wir uns
dafür aus, die Konsumenten stärker für das Thema
"Nachhaltiger Konsum" zu sensibilisieren. Dies können wir nur
gemeinsam mit Politik, Verbrauchern und Herstellern
erreichen.