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HDE

Einweg: Klar und deutlich gekennzeichnet

27. Januar 2010

"Für den Rückgang des Mehrweganteils ist allein die Politik verantwortlich. Das von ihr geschaffene Pflichtpfand auf Einweggetränkeverpackungen hat sein Ziel, die Mehrwegquote zu steigern, verfehlt", sagte heute in Berlin Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE). Die Deutsche Umwelthilfe verkenne die Tatsachen, wenn sie den Rückgang auf die angeblich nicht ausreichende Kennzeichnung von Einweggebinden zurückführe. "Die Verbraucher können sehr genau zwischen den klar und einheitlich gekennzeichneten Einwegflaschen und den Mehrweggebinden unterscheiden", sagte Genth. "Die Kennzeichnung von Einwegflaschen ist eindeutig, unmissverständlich und folgt den gesetzlichen Vorgaben." Nach der Verpackungsverordnung pfandpflichtige Einweggetränkeverpackungen würden am System der Deutschen Pfandsystem GmbH (DPG) teilnehmen. Sie würden deutlich sichtbar ein einheitliches Logo tragen, das den Verbrauchern auch bekannt sei. Eine zusätzliche Kennzeichnung von Einweggebinden sei unnötig. Eine bessere Orientierung würden die Verbraucher allenfalls bei Mehrweggebinden brauchen, merkte Genth an. Hier sollten die diversen Kennzeichen und Beschriftungen vereinheitlicht werden.

Handel und Industrie hätten das Pflichtpfand auf Einweggetränkeverpackungen und deren einheitliche Kennzeichnung mit erheblichem Aufwand umgesetzt. "Dies alles hat nicht geholfen, die Attraktivität von Einweg für die Verbraucher zu mindern", sagte Genth. "Verbraucher entscheiden sich bewusst immer öfter für Einweggetränkeflaschen statt für Mehrweg." Sie würden schätzen, dass sich die leichteren Einweggebinde besser transportieren ließen und dass deren Füllgrößen variabel seien. Auch der Preisunterschied zu Wässern in Mehrwegflaschen sei in ihren Augen ein Vorteil. "Eine zusätzliche Abgabe auf Einwegflaschen würde nichts an deren Popularität ändern. Die Mehrwegquote lässt sich mit Zwangsmaßnahmen nicht steigern. Das hat das Einwegpfand eindrucksvoll bewiesen", wies der HDE-Chef eine entsprechende Forderung der Umwelthilfe zurück. Wer Mehrweg stärken wolle, müsse vielmehr das Einwegpfand abschaffen, so Genth.

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