Klimaschutz unterwegs -
Transport und Logistik
Die ca. 400.000
selbstständigen Unternehmen des Deutschen Einzelhandels
beliefern ihre Verkaufsstellen an einem regulären Wochentag
mit Waren im Wert von 1,4 Mrd. Euro.
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Copyright Arcandor
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Die Zauberformel heißt: Die
richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu
präsentieren. Damit liegt ein Schwerpunkt für einen
nachhaltigen Handel in der kontinuierlichen Verbesserung
logistischer und betrieblicher Prozesse und in der Verminderung des
Ressourcenverbrauchs.
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Der Kunde
erwartet täglich frisches Obst und Gemüse in den
Geschäften, die Nachfrage nach gekühlten und
tiefgekühlten Produkten steigt stetig an. Auch das aktuelle
Angebot an Konsumgütern ändert sich beinahe täglich.
Der Einzelhandel ist mit seinen Standorten stets nah am Kunden. Auf
der so genannten "letzten Meile" ist er auf eine
Anlieferung durch LKW angewiesen. Um diese Herausforderung zu
meistern, vollbringen die Handelsunternehmen mit ihren Partnern in
der Lieferkette Tag für Tag eine logistische
Meisterleistung.
Auf
dem modernsten Stand
Jeder Weg verursacht Kosten. Ausgeklügelte Konzepte, die den
Anforderungen der transportierten Ware und der individuellen Ziele
gerecht werden, reduzieren die Wege auf das absolute Minimum.
EDV-gestützte Systeme zur Bündelung der Warenströme,
die etwa beim Versandhandel bis zu 3 Mio. Fahrten einsparen,
moderne Transportmittel und speziell geschulte Fahrer sorgen
dafür, dass der Energieverbrauch auf der Strecke optimiert
wird. Energieeffizienz spielt hier bereits seit Jahren eine
große Rolle. Der harte Wettbewerb in Deutschland hat
dafür gesorgt, dass die Branche im Transport- und
Logistikbereich planerisch und technologisch auf dem modernsten
Stand ist.
Enorme
Effizienzgewinne wurden beispielsweise durch den Einsatz der
Radiofrequenzidentifikationstechnik (RFID) und EDV-gestützter
Tourenplanungssysteme erzielt. Die Produkte der verschiedenen
Zulieferer werden in Zentrallagern gesammelt und anschließend
gezielt für die einzelnen Märkte zusammengestellt und
ausgeliefert. Die Auslastung der Lastwagen wurde auf über 90 %
gesteigert. Im Bereich der SB-Möbelhäuser werden Produkte
zum Teil so designt, dass sie besonders leicht stapelbar und damit
in größeren Einheiten transportierbar sind.
Alternativen entwickeln
Firmeneigene Fuhrparks werden laufend modernisiert, die
Fahrzeuge werden immer sparsamer und umweltfreundlicher. Viele
Unternehmen haben freiwillig den Biospritanteil am Treibstoff
spürbar erhöht, zum Teil werden auch alternative
Antriebstechnologien (Elektro, Erdgas, Wasserstoff oder
Brennstoffzellen) bei firmeneigenen Fahrzeugen genutzt. Im
Lebensmittelbereich werden spezielle Drei-Kammer-LKW
eingesetzt, um gleichzeitig frische, gekühlte und
tiefgekühlte Ware transportieren zu können. Auf diese
Weise muss die Filiale nicht mehr von drei verschiedenen LKWTypen
angefahren werden. In speziellen Fahrertrainings werden Mitarbeiter
bereits seit Jahren auf eine vorausschauende und Treibstoff
sparende Fahrweise geschult. Auf diese Weise konnte der
Treibstoffverbrauch um durchschnittlich 5 % reduziert werden. Die
Anlieferung von Großgeräten an den Verbraucher wird bei
einigen Handelsunternehmen von den Zentrallagern oder Speditionen
übernommen, was die Innenstädte entlastet und den Umweg
über die Filiale vermeidet.
Win-win-Situation
Der Transport von der Produktionsstätte zum
Zwischenlager wird häufig im Konsumgüterbereich - soweit
machbar - von der Straße auf die Schiene verlagert. Viele
Handelsunternehmen wählen für Konsumgüter aus
Drittländern immer häufiger den Seetransport
als Alternative zum Lufttransport.
Darüber hinaus fordern die
Handelsunternehmen von ihren Zulieferern und Logistikspezialisten
oftmals die Umsetzung unternehmenseigener Umweltstandards oder
wählen ihre Partner nach ökologischen Gesichtspunkten
aus.
Damit liegt
ein Schwerpunkt für einen nachhaltigen Handel in der
kontinuierlichen Verbesserung logistischer und betrieblicher
Prozesse und in der Verminderung des Ressourcenverbrauchs. Eine
Win-win-Situation, bei der die Unternehmen Kosten sparen und
zugunsten der Umwelt unnötige CO2-Emissionen vermeiden.