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Längere Ladenöffnungszeiten schaffen Jobs1. Dezember 2009"Auch die längeren Ladenöffnungszeiten haben dafür gesorgt, dass der deutsche Einzelhandel in diesem Jahr im Saldo fast 30.000 sozialversicherungspflichtige Voll- und Teilzeitjobs schaffen konnte. Dazu kommen noch rund 5.000 Minijobs. Insgesamt beschäftigen die Unternehmen des Einzelhandels 2,6 Millionen Menschen." Das erklärte jetzt in Berlin Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE). Deshalb begrüße es der Verband, dass das Bundesverfassungsgericht in seiner gestrigen Entscheidung klar gestellt habe, dass verkaufsoffene Sonntage als Ausnahme weiterhin erlaubt seien. Die Freigabe müsse von Ländern und Kommunen nur gut begründet werden; das öffentliche Interesse an den verkaufsoffenen Sonntagen müsse im Vordergrund stehen. "Das ist ganz im Sinn des Einzelhandels, für den die gelegentliche Ladenöffnung an Sonntagen unverzichtbar ist", sagte Genth. Das gelte besonders für die Geschäfte in Regionen mit geringer Kaufkraft und vielen Touristen, wie etwa in Berlin. "Die Sonntagsöffnung bleibt aber eine Ausnahme", machte der HDE-Chef deutlich, "denn an dem verfassungsrechtlichen Schutz der Sonntage will der Einzelhandel nicht rütteln." Deshalb würden die Geschäfte an den verkaufsoffenen Sonntagen erst nach den Gottesdienstzeiten öffnen. Auch die Mitarbeiter würden von den Sonntagsöffnungen profitieren. Niemand arbeite an sieben Tage in der Woche. Dafür würden schon die Arbeitsschutzgesetze, Tarifverträge und betrieblichen Regelungen sorgen, die für die betroffenen Mitarbeiter Ersatzruhetage und hohe, steuerfreie Zuschläge vorsehen. |
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