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HDE

7. Oktober 2009

Bundesbankfilialen: HDE schreibt an Sarrazin

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) hat sich heute in einem Schreiben an die Bundesbank vehement gegen die geplanten Filialschließungen gewandt. "Nach zwei Schließungswellen sind heute ohnehin nur noch wenige Filialen der Bundesbank erreichbar. Mit weiteren Schließungen würden die Transportwege jetzt noch weiter und eine effiziente Bargeldlogistik wäre damit kaum noch möglich" sagte heute in Berlin Stefan  Genth, Hauptgeschäftsführer des HDE. Händler in abgelegenen Regionen von Bundesländern, die nicht mehr über eine eigene Bundesbankfiliale verfügen, müssten daher womöglich lange Wartezeiten und erhöhte Kosten bei den Transportdienstleistern in Kauf nehmen. Für Einzelhandelsunternehmen in Schleswig-Holstein zum Beispiel würde das Ende der Filiale in Flensburg bedeuten, dass sich die nächstgelegene Zweigstelle im 150 km entfernten Hamburg befände. Mit den verlängerten Transportwegen wäre auch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko verbunden.

"Es ist die hoheitliche Aufgabe der Bundesbank, die Bargeldversorgung für die Wirtschaft zu sichern. Dazu gehört auch die Verantwortung für die Rücknahme der Banknoten. Nur die staatlich garantierte Bargeldbearbeitung kann den notwendigen Schutz vor Verlust bieten," stellte der HDE-Chef klar. Die Versorgung über private Dienstleister sei keine Lösung, schließlich berge das private Bargeldrecycling hohes Risikopotenzial, wie die Vergangenheit gezeigt habe. "Die Bundesbank sollte bedenken, dass die Mehrheit der Kunden bar bezahlen möchte. Nur 40 Prozent der Einzelhandelsumsätze erfolgt bargeldlos. Mit den Filialschließungen würde die Bargeldlogistik für die Händler enorm erschwert und verteuert", betonte Genth.

Weitere Informationen sowie das Schreiben finden Sie hier...

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