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Vor Süßwarenmesse: HDE-Chef rechnet mit steigenden Preisen

25. Januar 2012

Der deutsche Einzelhandel zeigt sich vor der weltweiten Leitmesse der Süßwarenwirtschaft ISM in Köln insgesamt zufrieden. Im Vergleich zum Vorjahr wurden leichte Umsatzzuwächse von 0,5 Prozent erzielt. Der Anteil des Süßwarengeschäfts am gesamten Lebensmittelumsatz ist im gleichen Zeitraum leicht auf über neun Prozent gestiegen. Das zeigen die Trendzahlen, die der Handelsverband Deutschland (HDE), der Verband des Deutschen Nahrungsmittelgroßhandels (VDN) und der Mittelstandsverbund (ZGV) ermittelt haben. Für 2012 rechnet HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth mit steigenden Preisen. „Verteuerungen können möglich sein.“ Als Grund nannte Genth gestiegene Rohstoffpreise, vor allem für Zucker. Die höheren Einkaufspreise könnten teilweise an die Verbraucher weitergegeben werden.

Im vergangenen Jahr gab es bei einigen Produkten unterschiedliche Entwicklungen: So verkauften sich vor allem Knabberartikeln gut. Hier konnte trotz der guten Vorjahre ein weiteres Umsatzplus erreicht werden. Ein leichtes Minus zeigte sich bei Eis. Bei Feinen Backwaren und Zuckerwaren blieb der Umsatz stabil. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: „Das Süßwarenjahr 2011 war in Deutschland geprägt durch die Damen-Fußball-WM sowie einen ungewöhnlichen Wetterverlauf. Die Damen-WM konnte nicht dieselbe Zugkraft wie die Herren-WM entfalten.“ Die Konjunktur des Süßwarenbereichs folgt dem Wetterbericht. 2011 war das Frühjahr ungewöhnlich warm, der Sommer relativ kühl, der Herbst dagegen wieder warm und trocken. Auch der Winteranfang hielt noch nicht mit den erwarteten kalten Temperaturen mit. Die Auswirkungen zeigen, dass Schokoladenartikel, bei heißen Temperaturen eher weniger nachgefragt, im kühlen Sommer 2011 ungewöhnlich häufig über die Ladentheke gingen. Eis wurde dagegen weniger nachgefragt. Angesichts des bereits schlechten Verlaufs des Vorjahressommers hielten sich die Verluste bei Eis jedoch in engen Grenzen. Besondere Auswirkungen hatte das Wetter auch auf das wichtige Saisongeschäft an Ostern und Weihnachten. Zunächst aber bleibt festzustellen, dass Kunden immer kurzfristiger einkaufen gehen. Insbesondere die letzten Wochen und Tage vor dem Fest sind für den Abverkauf besonders wichtig. Sind diese letzten Tage nun durch ungewöhnliches Wetter gekennzeichnet, kann dies durchaus den Erfolg oder Misserfolg ausmachen

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