18. November
2009
Sanktjohanser: Koalitionsvertrag
umsetzen
Der Einzelhandel
sieht im Koalitionsvertrag viele positive Ansätze, etwa in der
Steuerpolitik oder im grundsätzlichen Bekenntnis zu mehr
Flexibilität und mehr Marktwirtschaft. Das erklärte heute
morgen in Berlin Josef Sanktjohanser, Präsident des
Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), auf dem Deutschen
Handelskongress: "Wir blicken mit Spannung und positiver Erwartung
auf all das, was aus dem Koalitions-vertrag in den nächsten
vier Jahren in die Realität umgesetzt wird."
Das Jahr 2009
werde für den Einzelhandel voraussichtlich mit ei-nem
nominalen Umsatzminus von zwei Prozent enden, sagte der
Handelspräsident. Das sei vor dem Hintergrund der Rezession
ein durchaus passables Ergebnis. "Der Handel hat als Stütze
für die Konjunktur gewirkt. Hätte es die
Abwrackprämie nicht gegeben, die massiv den Konsum zulasten
des Einzelhandels umgelenkt hat, sähe das Ergebnis noch
freundlicher aus", so Sanktjohanser. Die Krise habe aber auch
im Einzelhandel Einschläge hinterlassen. "Die Zahl der
Insolvenzen im Einzelhandel hat um knapp neun Prozent zugenommen",
sagte der HDE-Präsident. "Im Vergleich zu anderen Branchen mit
hohen zweistelligen Zunahmen, klingt dies wenig. Aber es waren
Namen dabei, die Einzelhandelsgeschichte geschrieben ha-ben."
Dennoch tue sich viel im Handel. Neue Ideen und Konzepte
würden entstehen und ihre Märkte finden. Gute Beispiele
seien etwa die erfolgreichen Einzelhandelskonzepte und Unternehmen,
die am heutigen Abend bei der Verleihung des Deutschen
Handelspreises ausgezeichnet werden.
Das vollständige Statement finden Sie
hier