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Lebensmittel: Trend geht zu Bio, regional und Fair-Trade

18. Januar 2012

Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel setzt sich der Trend zu Biolebensmitteln ungebrochen fort. Seit 2002 haben Bio-Produkte ihr Marktvolumen verdoppelt. Etwa sechs Milliarden Euro werden in diesem Segment umgesetzt. Getrieben wurde die Entwicklung maßgeblich vom Lebensmittel-Einzelhandel, der seine Sortimente hier auch im Bereich Eigenmarken deutlich ausweitete. Der Marktanteil des Lebensmittel-Einzelhandels am Bio-Segment beträgt über 50 Prozent. HDE-Präsident Josef Sanktjohanser: „Die verstärkte Nachfrage nach Bio-Produkten ist ein Zeichen für sich ständig verändernde Kundenwünsche, denen der Einzelhandel gerecht wird. Der Besuch eines Supermarktes zeigt heute Angebote im Bereich Convenience, Functional Food oder Bio, die es vor einigen Jahren so noch nicht gab.“

Gleichzeitig greifen auch immer mehr Kunden gerne zu regionalen Lebensmitteln. Der Einzelhandel stärkt die regionalen Produzenten: 80 Prozent der angebotenen Frischwaren kommen aus deutscher Produktion. Bei alkoholfreien Getränken liegt die Quote bei 95, bei Fleisch und Wurstwaren bei 90 und bei Molkereiprodukten bei 85 Prozent.

Darüber hinaus legen immer mehr Verbraucher Wert auf sozial und ökologisch verantwortlichen Konsum. Fair Trade Produkte gibt es in Deutschland mittlerweile flächendeckend auch in vielen Supermärkten oder Discountern. Das Spektrum reicht dabei von Kerzen, Pullovern, Teppichen, Wein oder Blumen bis hin zu Schmuck. In ganz Deutschland bieten 33.000 Geschäfte und 800 Weltläden ca. 10.000 Produkte aus fairem Handel an. Die Deutschen gaben im Jahr 2010 rund 340 Millionen Euro für Fair-Trade-Waren aus. Sanktjohanser: „Das klingt zunächst beeindruckend. Damit liegt der Marktanteil der fair gehandelten Ware allerdings bei nicht einmal zwei Prozent. Bemerkenswert ist aber das enorme Wachstum in den letzten Jahren.“ Für 2011 rechnet TransFair mit einem Plus von etwa 20 Prozent.

Insgesamt verzeichnete der deutsche Lebensmitteleinzelhandel im Jahr 2011 bis November ein Umsatzplus von 2,7 Prozent. Die Lebensmittelpreise stiegen im vergangenen Jahr mit 2,5 Prozent etwas stärker als die allgemeinen Verbraucherpreise.

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