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Ausbildung, Weiterbildung und Karriere im Einzelhandel

18. Dezember 2013

 Ausbildung: Der Start zur Karriere im Handel

Ohne gute Ausbildung keine Karriere

Qualifizierung wird groß geschrieben im Einzelhandel. Über 150.000 Auszubildende und intensive Weiterbildungsleistungen der Unternehmen und der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unterstreichen dies. Und bei den vielfältigen Wandlungsprozessen im Einzelhandel muss es auch so sein, dass lebensbegleitendes Lernen hohe Bedeutung hat.

Grundlage für jede Karriere im Einzelhandel ist eine gute Ausbildung - entweder in einem der Ausbildungsberufe des dualen Ausbildungssystems oder in einem handelsorientierten Studiengang. Auch wenn aufgrund der zunehmenden Komplexität der Handelsprozesse und der wachsenden Internationalisierung vieler Handelsunternehmen der Akademikeranteil im Handel steigt, gilt nach wie vor, dass die praktische Berufserfahrung, die fundierte Kenntnis der Aufgaben am Point of Sale unerlässlich sind, um eine Karriere im Handel zu starten. Daher gehört der Handel nach wie vor zu den Wirtschaftsbereichen, in denen das Wort von der "Karriere mit Lehre" absolut zutrifft: Viele Führungskräfte bis in die ganz hohen Positionen hinein und natürlich viele selbstständige Händler haben ihre Berufslaufbahn mit einer fundierten Berufsausbildung und anschließender Fortbildung im Handel begonnen.

Der Einzelhandel bildet entsprechend dem differenzierten Qualifikationsbedarf in einer großen Zahl von Berufen aus. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Gestalter/Gestalterin für visuelles Marketing - für die Warenpräsentation und die Verkaufsraumgestaltung
  • Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement, ab dem 1.8.2014 der Nachfolgeberuf für Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation und  Bürokaufmann/Bürokauffrau - insbesondere für die Bereiche Personal und Controlling
  • Fachkraft für Lagerlogistik und Fachlagerist/Fachlageristin für die Lager- und Logistikbereiche
  • Fachinformatiker/Fachinformatikerin, Informatikkaufmann/Informatikkauffrau - Fachbereich Handel und IT-System-Elektroniker/in - für die wichtigen IT-Aufgabenfelder des Handels
  • Drogist/Drogistin - für Drogeriefachmärkte
  • Florist/Floristin - für den Verkauf von Blumen und die Gestaltung von Blumenpräsenten
  • Tankwart/Tankwartin - für technisch geprägte Aufgaben an Tankstellen
  • Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel - für Großhandelsfunktionen im Handel
  • Automobilkaufmann/Automobilkauffrau - für kaufmännische Aufgaben im Verkauf von Automobilen und Autoteilen
  • Buchhändler/Buchhändlerin - für den Verkauf von Büchern, Medien und Zubehör
  • Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk - für den Bedienbereich in Lebensmittelsupermärkten
  • Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie - für Gastronomiebereiche in Handelsunternehmen
  • Koch/Köchin - auch für die Mitarbeiterkantinen in den Unternehmenszentralen
  • Kosmetiker/Kosmetikerin - bei kosmetisch orientiertem Ergänzungsangebot in Parfümerien
  • Bodenleger/Bodenlegerin - für Service- und Dienstleistungen in Einrichtungsmärkten
  • Fahrradmonteur/Fahrradmonteurin - für die Pflege und Reparatur von Fahrädern und E-Bikes in Fahrradgeschäften
  • Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice - für Auslieferung und Montage in Möbel- und Einrichtungshäusern sowie Küchenstudios
  • Fotomedienfachmann/Fotomedienfachfrau -  für Kundenberatung und Verkauf im Fotofachhandel
  • Musikfachhändler/Musikfachhändlerin - für Kundenberatung und Verkauf im Musikfachhandel

 Die wichtigsten Ausbildungsberufe des Einzelhandels sind aber seit vielen Jahren

  • Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel mit derzeit rund 66.000 Auszubildenden und
  • Verkäufer/Verkäuferin mit derzeit fast 48.000 Auszubildenden.

Fast drei Viertel aller Auszubildenden des Einzelhandels erlernen diese beiden Berufe. Sie bereiten auf die vielfältigen Fach- und Führungsaufgaben in den Vertriebsbereichen des Einzelhandels vor. Verkauf und Kundenberatung, Anwendung und Auswertung von Warenwirtschaftssystemen, Warenpräsentation, Marketingaktivitäten, Bearbeitung des Wareneingangs, Weiterentwicklung der Warensortimente, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle sind wesentliche Handlungsbereiche für Verkäufer und Kaufleute im Einzelhandel. Beide Ausbildungsberufe sowie Berufspraxis im Einzelhandel bilden die wichtigste Voraussetzung für die Zulassung zu einer Aufstiegsfortbildungsprüfung in den beiden zentralen Fortbildungsberufen des Einzelhandels - Geprüfte/r Handelsfachwirt/-in und Geprüfte/r Handelsassistent/-in-Einzelhandel (ab Ende 2014 abgelöst durch den Fortbildungsberuf Geprüfte/r Fachwirt/-in für Vertrieb im Einzelhandel).

Und nach der erfolgreichen Ausbildung kann die Karriere im Handel richtig beginnen. Wichtige Anforderungen sind:

  • Engagierte Berufstätigkeit im Ausbildungsbetrieb oder einem anderen Betrieb des Handels,
  • stete Weiterbildung - in Seminaren, Lehrgängen und durch E-Learning, vor allem aber auch im Arbeitsprozess selbst,
  • in größeren Unternehmen wird auch die Bereitschaft zu einer gewissen regionalen Mobilität gefordert, damit man auf "dem Weg nach oben" unterschiedlich große Filialen und auch Verbraucherstrukturen kennenlernt.

Wichtige Karrierestationen im Einzelhandel sind (zwischen den unterschiedlichen Unternehmenstypen und -größen gibt es Abweichungen hinsichtlich der Bezeichnungen und Hierarchiestufen):

  • Erstverkäufer, Erstverkäuferin
  • Substitut, Substitutin (auch stellvertretende/r Abteilungsleiter/-in); Teamleiter/-in
  • Verkaufsstellenleiter, Verkaufsstellenleiterin
  • Filialleiter, Filialleiterin oder Marktmanager/-in
  • Abteilungsleiter, Abteilungsleiterin
  • Bezirksleiter, Bezirksleiterin
  • Gebietsverkaufsleiter/-in
  • Einkäufer, Einkäuferin; Werbeleiter, Werbeleiterin; Personalleiter, Personalleiterin
  • Geschäftsführer, Geschäftsführerin
  • selbstständige/r Unternehmer, Unternehmerin

 

Abiturientenausbildungsgänge, Studium

Der Einzelhandel bietet leistungsorientierten jungen Leuten mit Hochschulreife sehr interessante Ausbildungswege an, die eine besonders interessante Alternative zum Hochschulstudium darstellen:

1. Berufsintegrierte Bildungsgänge

  • zum Handelsfachwirt/zur Handelsfachwirtin oder
  • zum Handelsassistenten/zur Handelsassistentin–Einzelhandel (ab Ende 2014: Fachwirt/in für Vertrieb im Einzelhandel)

Innerhalb von zweieinhalb bis drei Jahren kann man so ergänzend zum Ausbildungsabschluss und zur AEVO-Prüfung in einem einzigen Bildungsgang bereits auch den Fortbildungsabschluss als wichtige Eintrittskarte für Führungspositionen im Einzelhandel erwerben.

Zumeist wird folgender Ablauf des Qualifizierungsprozesses gewählt: Betrieb und Lernende/r schließen einen (Fortbildungs-)Vertrag; die Qualifizierung erfolgt parallel und inhaltlich abgestimmt im Betrieb und in einem Bildungszentrum des Handels (Blockseminare in homogenen Lerngruppen); nach knapp 2 Jahren wird die Ausbildungsabschlussprüfung (zum/zur Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel) vor der IHK abgelegt; nach weiteren ca. 3 - 5 Monaten erfolgt die AEVO-Prüfung, die unerlässlich für alle ist, die Führungspositionen im Handel ausüben bzw. ein Unternehmen gründen und anschließend verantwortlich ausbilden wollen. Und nach drei Jahren geht es bereits zur Fortbildungsprüfung. Nach bestandener Prüfung hat man/frau bereits einen sehr wichtigen Schritt zur Karriere getan: Es folgt zumeist die "Substitutenposition"; danach geht es über den Abteilungs- oder Marktleiter weiter aufwärts. Und mit rund 25 Jahren bezieht man/frau ein sehr ordentliches Jahresgehalt und übt einen spannenden und verantwortungsvollen Beruf aus.

2. Berufsakademien, duale Studiengänge, Hochschulstudium

Zahlreiche Handelsunternehmen kooperieren auch mit Berufsakademien - in Baden-Württemberg zum Beispiel umbenannt in duale Hochschule - und Fachhochschulen, um in Bachelorstudiengängen Führungsnachwuchskräfte auszubilden. Ein sechs- bis achtsemestriges Studium wird im dualen Studium mit einer betrieblich-praxisorientierten Ausbildung kombiniert. Und für eine größer werdende Zahl an Arbeitsplätzen im Handel ist auch ein betriebswirtschaftliches Hochschulstudium zum Bachelor (an einer Universität oder Fachhochschule) besonders hilfreich.

 

 Was der Handel den Bewerberinnen und Bewerbern bietet… 

  • Interessante, abwechslungsreiche und krisensichere Arbeitsplätze,
  • Arbeiten in Teams,
  • moderne Ausbildungsberufe, gute Ausbildungsqualität, spezielle Qualifizierungswege für Abiturienten,
  • Karriere mit Lehre, auch ohne Studium,
  • bedarfsgerechte, intensive Weiterbildungsaktivitäten,
  • leistungsgerechte Bezahlung,
  • flexible Arbeitszeiten,
  • gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • gute Einkommenschancen, insbesondere für Führungskräfte,
  • Chance auf berufliche Selbstständigkeit,
  • zusätzliche Sozialleistungen,
  • tarifliches Urlaubsgeld,
  • Weihnachtsgeld,
  • vermögenswirksame Leistungen,
  • verbilligten Einkauf für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und
  • tarifliche Altersvorsorge.

 

Einzelhandel - Welche Aufgaben hat er?

Der Einzelhandel

  • beobachtet und erkundet die Beschaffungs- und Absatzmärkte,
  • kombiniert den stationären Handel mit dem Onlinehandel und entwickelt moderne Vertriebskonzepte,
  • erschließt neue Märkte und Zielgruppen,
  • findet national wie international günstige Bezugsquellen und -wege,
  • stellt ein kundenorientiertes Sortiment aus den vielfältigen Herstellerangeboten zusammen und initiiert die Produktion von Eigen- oder Handelsmarken,
  • transportiert und lagert Waren unter Berücksichtigung von Umweltanforderungen,
  • präsentiert Waren und stellt sie verbrauchergerecht bereit,
  • bringt Leben in die Städte, fördert die Attraktivität von Kommunen und Städten,
  • informiert und berät Kunden über verschiedenste Waren und deren Einsatzmöglichkeiten,
  • bietet warenbezogene Service- und Dienstleistungen und
  • engagiert sich für die Orientierung an der Leitidee der Nachhaltigkeit und die Einhaltung von Sozialstandards in Herstellerländern.

 

Der Handel: Ein spannender Wirtschaftsbereich

Der Einzelhandel präsentiert sich den Kunden und Verbrauchern mit einem breiten, laufend erneuerten Warenangebot. Diese Waren - die Spanne reicht von modischen Artikeln (z. B. Bekleidung, Schuhe) über Glas, Porzellan, Keramik sowie Schmuck und Kosmetika, technischen Gebrauchsgütern einschließlich Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Lebensmitteln und Möbeln/Küchen bis hin zu Heimwerker- und Hobbybedarf -  werden von Fachgeschäften, Discountern, SB-Warenhäusern, Supermärkten, Warenhäusern, Kaufhäusern, Verbrauchermärkten, Boutiquen, Versandhäusern, Online-Händlern u. a. angeboten, präsentiert, verkauft.

Sowohl multinationale Konzerne als auch familiengeführte Fachgeschäfte prägen den Einzelhandel in Deutschland. Die Spanne reicht

  • beim Umsatz von rund 60 Mrd. Euro bis zu rund 250.000 Euro pro Jahr,
  • bei der Beschäftigtenzahl von mehr als 200.000 bis zum reinen inhabergeführten Geschäft mit nur wenigen Beschäftigten,
  • bei den Ausbildungsunternehmen von etwa 15.000 Auszubildenden bis zu einem Auszubildenden je Unternehmen.

Dies zeigt: Sowohl als Selbstständiger wie auch als Angestellter kann man/frau Karriere im Handel machen, gerade auch durch berufliche Ausbildung und anschließende Fortbildung. Immerhin rund 80 % der Führungskräfte des Einzelhandels haben ihre Karriere in der Berufsausbildung gestartet.

Ein altes Sprichwort besagt, dass nichts so beständig ist wie der Wandel im Handel. Dieser Wandel offenbart sich in vielfältigen Dimensionen:

  • Die Kunden entwickeln laufend neue Wünsche, haben zunehmende Ansprüche an die Qualität der angebotenen Waren, an die Beratung durch Verkäufer und Verkäuferinnen, erwarten eine ansprechende verkaufsförderliche Präsentation der Waren, halten die laufende Verfügbarkeit der Waren im Geschäft für eine Selbstverständlichkeit, legen Wert auf besondere Serviceleistungen und die Preiswürdigkeit der Waren.
  • Die Hersteller und Lieferanten wollen neue Waren und Produkte am Markt platzieren: Sie brauchen einen leistungsfähigen Einzelhandel, der mit seiner Kompetenz die jeweils geeigneten Vertriebswege nutzt.
  • Ständig sind Handelsunternehmen auf der Suche danach, mit welchen Marketinginstrumenten und -strategien sie an den unterschiedlichen Einzelhandelsstandorten erfolgreicher als Wettbewerber um die Nachfrage der Kunden konkurrieren können.
  • Die Arbeitsanforderungen verändern sich permanent:
    • Neue Waren erfordern neue Produktkenntnisse,
    • die Erschließung neuer Lieferanten und Hersteller erfordert Verhandlungen mit neuen Partnern, die Beurteilung der neuen Waren durch Einkäufer und die Etablierung neuer Logistikketten,
    • die Modernisierung und Rationalisierung der Geschäftsprozesse im Handel erfordert betriebswirtschaftliches und gestalterisches Know-how,
    • die Durchdringung des Handels mit Informations- und Kommunikationstechnik erfordert IT-Kompetenz und Kompetenz im Umgang mit neuen Techniken,
    • Kundenorientierung erfordert nicht nur Verkaufskompetenz, sondern auch die Fähigkeit, Kundenwünsche analysieren und auswerten zu können sowie Kunden zu Stammkunden zu entwickeln,
    • der Umgang mit Kunden erfordert die Fähigkeit und Bereitschaft, sich immer wieder auf neue Menschen und ihre Stimmungen einzulassen und gerne mit ihnen umzugehen.

Das Aufspüren von Markt- und Verkaufsnischen bieten Chancen für die Gründung eines eigenen Unternehmens oder die Übernahme einer Filiale, in der eine neue Verkaufskonzeption entwickelt wird.
Der Handel bietet immer wieder neue Herausforderungen: Er hält für all diese Anforderungen und Einsatzbereiche interessante, moderne Ausbildungsberufe und Karrierewege für ehrgeizige, leistungsorientierte und teamorientierte junge Leute bereit.

 

Betriebstypenvielfalt im Einzelhandel

Wichtige Betriebstypen im Einzelhandel
Der Einzelhandel wird wesentlich auch durch seine Betriebstypenvielfalt und die breite regionale Streuung geprägt. Er ist vertreten in der Innenstadt, in Stadtteilzentren, in der Nachbarschaft, "auf dem Lande", "auf der grünen Wiese", in Stadtrandlagen - als Einzelgeschäft oder in Einkaufszentren. Wichtige Betriebstypen werden im Folgenden mit ihren wesentlichen Merkmalen beschrieben.

Das Fachgeschäft
Das Fachgeschäft ist ein Einzelhandelsbetrieb, der ein branchenspezifisches oder bedarfsgruppenorientiertes Sortiment in großer Auswahl und in unterschiedlichen Qualitäten und Preislagen mit ergänzenden Dienstleistungen (z.B. Kundendienst) anbietet.

Der Fachmarkt
Der Fachmarkt ist ein meist großflächiger und im allgemeinen ebenerdiger Einzelhandelsbetrieb, der ein breites und oft auch tiefes Sortiment aus einem Warenbereich (z.B. Bekleidungsfachmarkt, Schuhfachmarkt, Elektro-/Elektronikfachmarkt), einem Bedarfsbereich (z.B. Sportfachmarkt, Baufachmarkt) oder einem Zielgruppenbereich (z.B. Möbel- und Haushaltswarenfachmarkt für designorientierte Kunden) in übersichtlicher Warenpräsentation bei tendenziell niedrigem bis mittlerem Preisniveau anbietet. Die Verkaufsverfahren sind Selbstbedienung und Vorwahl, meist mit der Möglichkeit einer fachlichen und sortimentsspezifischen Beratung auf Wunsch des Kunden. Im Fachmarktbereich sind auch Franchisesysteme anzutreffen. Serviceorientierte Fachmärkte bieten neben dem Warensortiment auch sortimentsbezogene oder selbständig vermarktbare Dienstleistungen (z. B. Reisen, Versicherungen), discountorientierte Fachmärkte verzichten häufig auf Beratung und Dienstleistungen zugunsten niedriger Preise, Spezialfachmärkte bieten einen Teil des breiteren Fachmarktsortiments an (z. B. Fliesen oder Holz).

Das Kaufhaus
Ein Kaufhaus ist ein größerer Einzelhandelsbetrieb, der überwiegend im Wege der Bedienung und Beratung Waren aus zwei oder mehr Branchen, davon wenigstens aus einer Branche in tiefer Gliederung anbietet. Am stärksten verbreitet sind Kaufhäuser mit Textilien, Bekleidung und verwandten Bedarfsrichtungen.

Das Selbstbedienungs-/SB-Warenhaus
Das Selbstbedienungswarenhaus (SB-Warenhaus) ist ein großflächiger, meist ebenerdiger Einzelhandelsbetrieb mit mindestens 3.000 qm Verkaufsfläche (häufig 5.000 qm und mehr), der ein umfassendes Sortiment mit einem Schwerpunkt bei Lebensmitteln ganz oder überwiegend in Selbstbedienung ohne kostenintensiven Kundendienst mit hoher Werbeaktivität in Dauerniedrigpreispolitik oder Sonderangebotspreispolitik anbietet. In der Regel ist der Standort autokundenorientiert, entweder isoliert oder in gewachsenen bzw. geplanten Zentren.

Der Supermarkt
Der Supermarkt ist ein Einzelhandelsbetrieb, der auf einer Verkaufsfläche von mindestens 400 qm (bis etwa 1.500 qm) Nahrungs- und Genussmittel einschließlich Frischwaren und ergänzend Waren des täglichen und des kurzfristigen Bedarfs anderer Branchen vorwiegend in Selbstbedienung, Frischeprodukte aber auch in Bedienung anbietet.

Der Verbrauchermarkt
Der Verbrauchermarkt ist ein großflächiger Einzelhandelsbetrieb mit mindestens 1.000 qm Verkaufsfläche, der ein breites und tiefes Sortiment an Nahrungs- und Genußmitteln und an Ge- und Verbrauchsgütern des kurz-und mittelfristigen Bedarfs überwiegend in Selbstbedienung anbietet; häufig wird entweder auf eine Dauerniedrigpreispolitik oder auf eine Sonderangebotspolitik abgestellt. Der Standort ist in der Regel autokundenorientiert.

Der Versandhandel
Versandhandel ist gegeben, wenn ein Betrieb seine Angebote (allgemeines, warenhausähnliches Sortiment oder enges Spezialsortiment) durch Kataloge, Prospekte, Anzeigen, elektronische Medien oder Außendienstpersonen abgibt und die schriftlich, telefonisch oder mündlich bestellten Waren den Käufern durch die Post, sonstige Transportbetriebe oder eigene Transportmittel zustellt. Der Versandhandel in diesem Sinne wird vornehmlich von Einzelhandelsbetrieben, aber auch von Großhandelsbetrieben und Herstellern als Absatzweg genutzt. Auch der von starker Dynamik geprägte Internet- oder Online-Handel (E-Commerce) ist Versandhandel.

Das Warenhaus
Das Warenhaus ist ein großflächiger, mindestens 3.000 qm großer Einzelhandelsbetrieb, der in der Regel auf mehreren Etagen breite und überwiegend tiefe Sortimente mehrerer Branchen mit tendenziell hoher Serviceintensität und eher hohem Preisniveau an Standorten in der Innenstadt oder in Einkaufszentren anbietet. Die Warensortimente umfassen überwiegend Nichtlebensmittel der Bereiche Bekleidung, Heimtextilien, Sport, Hausrat, Möbel, Einrichtung, Kosmetik, Drogeriewaren, Schmuck, Unterhaltung sowie oft auch Lebensmittel. Dazu kommen Dienstleistungssortimente der Bereiche Gastronomie, Reisevermittlung und Finanzdienstleistungen. Die Verkaufsmethode reicht von der Bedienung über das Vorwahlsystem bis zur Selbstbedienung.

Die Boutique
Die Boutique ist ein zumeist kleinerer Einzelhandelsbetrieb, der ein begrenztes, auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtetes, vorwiegend modisches Sortiment zumeist aus dem Modebereich anbietet. Boutiquen finden sich auch als Shop-in- Shop in Waren- oder Kaufhäusern.

Der Discounter
Der Discounter ist ein meist klein- bis mittelflächiger Einzelhandelsbetrieb, der ein an der Bedarfsmenge je Haushalt orientiertes schmales und flaches Sortiment, insbesondere von Waren des täglichen Bedarfs in Selbstbedienung und ohne Service oft zu sehr niedrigen Preisen anbietet.

Das Spezialgeschäft
Im Spezialgeschäft beschränkt sich das Warenangebot auf den Ausschnitt des Sortiments eines Fachgeschäfts; es ist aber tiefer gegliedert. Für Spezialgeschäfte sind Sortimente charakteristisch, die besonders hohen Auswahlansprüchen genügen. Sie bieten Bedienung und Beratung sowie ergänzende Dienstleistungen.

Der Convienience Store
Der Convienience Store (oder auch Nachbarschaftsladen) ist ein kleinflächiger Einzelhandelsbetrieb mit begrenztem Sortiment an Lebensmitteln und gängigen Haushaltswaren - bei eher hohem Preisniveau. Meist ist er an einem wohnungsnahen, frequenzintensiven Standort platziert.

 

 Gehälter und Arbeitsbedingungen

1. Tarifgehälter und Ausbildungsvergütungen

Die Ausbildungsvergütungen unterscheiden sich zwischen ebenso wie die Tarifgehälter zwischen den Regionen, für die Tarifverträge geschlossen werden. Ab Mitte 2014 betragen die monatlichen Ausbildungsvergütungen in den westdeutschen Bundesländern im 1. Ausbildungsjahr etwa 720 Euro, im 2. Ausbildungsjahr etwa 800 Euro und im 3. Ausbildungsjahr rund 920 Euro. In den ostdeutschen Bundesländern liegen sie leicht darunter.

Ein Überblick über Tarifgehälter (je Monat in Euro) in verschiedenen Regionen und Hierarchiestufen (Stand: 2014):

 

Westdeutsche Bundesländer

Ostdeutsche Bundesländer

Im Jahr 1 nach der Verkäuferausbildung

1.665

1.850

Im Jahr 1 nach der Ausbildung zum/r Kaufmann/frau im Einzelhandel

1.850

1.950

Eckgehalt für Angestellte mit kaufmännischer Ausbildung (nach weiteren drei Berufsjahren)

2.350

2.330

Als Erstkraft oder Erster Verkäufer
(nach dem 5. Tätigkeitsjahr)

2.780

2.709

Als Substitut bzw. stellvertretender Abteilungsleiter
(mit 4-8 unterstellten Mitarbeitern, nach dem 5. Tätigkeitsjahr)

3.180

3.200

Als Abteilungsleiter, Einkäufer, Verkaufsstellenleiter
(mit 4-8 unterstellten Mitarbeitern, nach dem 5. Tätigkeitsjahr)

3.700

3.750

Ausbildungsvergütung:
1. Jahr
2. Jahr
3. Jahr


720
800
925


650
730
840

2. Wesentliches zu Arbeitsbedingungen im Einzelhandel

  • Die tarifliche Wochenarbeitszeit beträgt zumeist 37,5 Stunden - auch wenn die Geschäfte bis zu 80 Stunden in der Woche geöffnet haben können. Dies bedeutet, dass es für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Einzelhandel während der Woche zum Teil beträchtliche Freizeitblöcke und flexibel zu gestaltende Arbeitszeiten gibt.
  • Es gibt zum Teil erhebliche Zuschläge zum Gehalt bei Arbeit während der sog. Spätöffnung (Montag bis Freitag von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr, an Samstagen nach 14.30 Uhr), an Sonn- und Feiertagen, bei Arbeit während der Nacht und bei Mehrarbeit.
  • Der Einzelhandel bietet sehr gute Chancen auf flexible Arbeitszeitgestaltung und Teilzeitarbeit und somit auch auf Umsetzung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
  • Neben Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gibt es häufig auch Leistungszulagen, Prämien oder Provisionen; zudem gibt es tarifvertraglich vereinbarte Regelungen zur Vermögensbildung und Altersvorsorge.
  • Arbeit im Stehen, bei künstlichem Licht, in klimatisierten Räumen - klar, das kommt vor. Es ist aber weit weniger schlimm, als manchmal behauptet wird.

 

Was erwarten die Unternehmen von Bewerbern?

1. Schulische Vorbildung

Für keinen der Berufe im dualen Ausbildungssystem ist ein bestimmter Mindest-Schulabschluss vorgegeben: Jeder Ausbildungsberuf steht bei entsprechender Eignung grundsätzlich sämtlichen Schulabgängern offen. Dennoch haben sich gewisse Schwerpunkte herausgebildet: Die Anforderungen der Berufe und die Wünsche von Betrieben wie Jugendlichen haben Einfluss. In den zentralen Einzelhandelsberufen Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/-in werden vorwiegend Realschulabsolventen und Hauptschulabgänger ausgebildet. Wer den Hauptschulabschluss nicht geschafft hat, hat nur in Ausnahmefällen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz im Einzelhandel.

Im Beruf Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel werden recht häufig und gern auch Abiturienten bzw. Hochschulzugangsberechtigte zur Ausbildung eingestellt. Zudem gibt es mit den sog. Abiturientenqualifizierungsgängen besondere Qualifizierungswege, in denen auf dem Weg zum Fortbildungsabschluss Handelsassistent-Einzelhandel (ab 2015: Fachwirt für Vertrieb im Einzelhandel) oder Handelsfachwirt auch der Ausbildungsabschluss Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel erworben wird. Zudem ist dieser Qualifizierungsgang zumeist verbunden mit dem Erwerb der Ausbildereignung - die erfolgreiche Prüfung nach der Ausbilder-Eignungs-Verordnung (AEVO) vorausgesetzt.

Neue Auszubildende 2012 in Einzelhandelsberufen nach schulischer Vorbildung (in %)

Beruf

Hauptschul-abschluss

Realschul- oder vergleichbarer Abschluss

Hoch-/Fachhoch-schulreife

im Ausland erworbener Abschluss, der nicht zuzuordnen ist

Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel

34,3

48,7

14,4

0,9

Verkäufer/in

55,3

34,9

5,2

1,0

Quelle: Statistisches Bundesamt (Rest zu 100 = ohne Hauptschulabschluss)

2. Qualifikatorische Erwartungen von Handelsunternehmen an Bewerber und Bewerberinnen

Wichtig sind für die Unternehmen des Einzelhandels insbesondere folgende Qualifikationen bzw. Eigenschaften:

  • Kontaktfreude, freundliches Auftreten, Offenheit für Neues,
  • gepflegtes und umgängliches Auftreten,
  • Spaß an Kundenberatung, Kommunikationsfähigkeit,
  • Serviceorientierung, Teamorientierung,
  • Grundkompetenzen wie Beherrschung der Grundrechenarten (inkl. Dreisatz und Prozentrechnen) und der deutschen Sprache,
  • Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit,
  • Mobilitätsbereitschaft,
  • Flexibilität, Denken in Zusammenhängen,
  • Bereitschaft zum lebensbegleitenden Lernen,
  • Freude am Umgang mit Waren (der verschiedensten Art, also z. B. Mode, Lebensmittel, Sportartikel, Pflanzen, Technik, Parfümerie, Spielwaren usw.),
  • Leistungsorientierung,
  • körperliche Fitness,
  • je nach Standort und Kundenstruktur auch Fremdsprachenkenntnisse und vor allem auch
  • Interesse am Beruf, am Wirtschaftszweig und am Handelsunternehmen.

Vielfach ist der persönliche Eindruck des Unternehmens vom Bewerber bzw. von der Bewerberin deutlich wichtiger als einzelne Schulnoten.

 

Tipps für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche

 1. Den passenden Ausbildungsbetrieb finden

Fangen Sie auf jeden Fall rechtzeitig mit der Suche an. Insbesondere größere Unternehmen im Handel entscheiden oft schon zu Beginn des Kalenderjahres über die Besetzung der Ausbildungsplätze für das nächste Ausbildungsjahr, das stets im Spätsommer beginnt (1.8.  bis 15.9.). Wer also frühzeitig mit der Suche beginnt und auch beharrlich am Ball bleibt, hat die besten Chancen, den richtigen Ausbildungsbetrieb zu finden. Nutzen Sie insbesondere auch Betriebspraktika, z. B. im Rahmen des berufswahlvorbereitenden Unterrichts, um die Perspektiven für eine anschließende Berufsausbildung zu erkunden.

Gehen Sie gezielt auf Handelsbetriebe zu, die Ihnen interessant erscheinen. Eigeninitiative wird im Handel hoch geschätzt; sie kommt gut an. Warten Sie also nicht einfach nur auf Stellenanzeigen, sondern gehen Sie initiativ auf Betriebe zu, zum Beispiel durch unmittelbare schriftliche Bewerbung, durch Bewerbung über das Internet (sehr viele Handelsunternehmen suchen auch im Netz entweder auf der Firmenhomepage, einer speziellen Karriereseite oder auch in sozialen Netzwerken neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Auszubildende) oder auch durch Bewerbung aufgrund von Aushängen im Geschäft. Auch auf Berufsinformationsmessen präsentieren sich vielfach Handelsunternehmen und Handelsverbände mit hilfreichen Informationen zu Ausbildung und Beschäftigung im Einzelhandel. Größere Handelsunternehmen stellen die Bewerbungsverfahren zunehmend auf Online-Bewerbungen um; nicht selten ist dann auch ein Online-Interessens- oder -Eignungstest vorangestellt.

2. Tipps für die schriftliche Bewerbung

Ihr Bewerbungsschreiben ist Ihre Visitenkarte. Daher soll sie sicher eine persönliche Note zum Ausdruck bringen; sie muss aber auch einigen "Regeln" entsprechen. So gehören zur schriftlichen Bewerbung:

  • das persönliche Bewerbungsschreiben
  • ein tabellarischer Lebenslauf
  • ein professionelles Passfoto (in Farbe)
  • Zeugniskopien (letztes Schuljahr sowie ggf. letztes Halbjahreszeugnis oder - falls nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule eine weiterführende schulische oder berufliche Bildung absolviert wird - auch das Abschlusszeugnis) und
  • alle weiteren Unterlagen, die in der Stellenanzeige ausdrücklich verlangt werden.

Das Anschreiben (persönliche Bewerbungsschreiben) sollte realistisch und selbstbewusst sein. Sie sollten darstellen, wie Sie auf die Ausbildungsstelle und den Betrieb gestoßen sind bzw. wo Sie die Information über die Ausbildungsstelle her haben (z. B. aus der Ausschreibung in der Zeitung, Selbstsuche, Information von Mitarbeitern des Unternehmens). Notwendig und förderlich sind ferner Angaben zu folgenden Punkten:

  • Ihr besonderes Interesse an dieser Ausbildungsstelle
  • Ihr spezielles Interesse an dem gewählten Ausbildungsberuf
  • Ihre Qualifikationen, die Sie besonders für die angebotene Ausbildungsstelle und den Beruf prädestinieren
  • absolvierte Betriebspraktika, Bescheinigungen der Praktikumsbetriebe
  • Ihre weiteren beruflichen Ziele
  • Zu welchem Zeitpunkt Sie die Ausbildung beginnen können (der übliche Ausbildungsbeginn deckt sich mit dem Beginn des neuen (Berufs-)Schuljahres, meist zwischen Ende Juli und Anfang September)
  • die Bitte um die Gelegenheit, sich persönlich vorstellen zu dürfen.

Vorteilhaft sind zudem immer Angaben über besondere Aktivitäten, z. B. im Sportverein, in der Jugendarbeit oder der Kirchengemeinde. Ehrenämter bzw. Zusatzaufgaben zeigen, dass Sie bereit sind, sich zu engagieren und (Schlüssel-)Kompetenzen erwerben wollen bzw. schon erworben haben, die im Berufsleben immer wichtiger werden (z. B. Organisation von Veranstaltungen und Events, Teamarbeit und Teamgeist, Kooperation, Reden vor größeren Gruppen, Kompromissfähigkeit).

Eine ansprechend gestaltete Bewerbungsmappe fördert die Einstellungschancen: Bedenken Sie, dass viele andere Bewerber und Bewerberinnen ebenfalls an einer Ausbildungsstelle in diesem Betrieb interessiert sind: Über die schriftliche Bewerbung und die Bewerbungsmappe bekommt der Betrieb einen ersten Eindruck von Ihnen.

  • Die Unterlagen sollten das Format DIN A 4 haben.
  • Lebenslauf und Kopien sollten in einem Klemmhefter geschützt werden.
  • Das Bewerbungsschreiben sollte als loser Brief in der Mappe liegen. Es muss in jedem Fall fehlerfrei (auch bei der Interpunktion) sein.
  • Die Unterschrift sollte mit einem Füller, nicht mit einem Kugelschreiber erfolgen.
  • Lebenslauf und Zeugniskopien sollten Sie nur einmal verwenden. Denn den Unterlagen sieht man zumeist an, dass sie bereits "durch mehrere Hände gewandert sind".

3. Tipps für das Vorstellungsgespräch

Wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, haben Sie die erste Hürde  überwunden. Die schriftliche Bewerbung hat gewirkt. Jetzt kommt die entscheidende Runde: das Vorstellungsgespräch, das oft mit einem Test oder mit Gesprächen in einer Gruppe eingeleitet wird. Wie können Sie sich hierauf gut vorbereiten?

  • Information über das Unternehmen (z. B. Internet, Berichte in Zeitungen, Werbebroschüren, Orientierungs- und Einkaufsbummel im Geschäft).
  • Vorbereitung auf einen Bewerbungstest (Tipps hierzu gibt es z. B. in der Broschüre der Arbeitsagentur "Orientierungshilfe zu Auswahltests" oder in der vielfältigen "Test"-Literatur).
  • Wichtig: Kleidung und Pünktlichkeit. Oft ist der erste Eindruck, den Personalchefs oder Unternehmer von Ihnen bekommen, mitentscheidend. An ordentlicher Kleidung und einem gepflegten Erscheinungsbild führt daher kein Weg vorbei. Zugleich sollten Sie sich aber darin wohl fühlen, sonst wirken Sie nicht "natürlich". Die Kleidung sollte allerdings weder zu lässig noch zu gestylt sein. Wichtig auch: Pünktlichkeit! Beides signalisiert dem Betrieb, dass Sie motiviert sind und das Bewerbungsgespräch sehr ernst nehmen.
  • Das Gespräch selbst sollten sie gründlich vorbereiten. Wichtig sind erfahrungsgemäß: Welche kritischen Punkte in Ihrer Bewerbung könnten angesprochen werden und was wollen Sie darauf antworten. Üben Sie Ihre Körpersprache (vor dem Spiegel; vor Freunden). Überlegen Sie sich auch Antworten auf mögliche Fragen, die Ihnen im Vorstellungsgespräch gestellt werden könnten. Durchaus übliche Fragen sind: Was interessiert Sie besonders an diesem Ausbildungsberuf? Wie sind Sie auf diesen Beruf gekommen? Warum haben Sie sich bei unserem Unternehmen beworben? Wo liegen Ihre Stärken, wo Ihre Schwächen? Was halten Ihre Eltern von Ihren beruflichen Plänen? Beschreiben Sie, wie Sie sich auf Klassenarbeiten vorbereitet haben. Worauf führen Sie die besonders gute/schlechte Note im Fach xyz zurück? Was wollen Sie beruflich in fünf Jahren erreicht haben? Auch können "kleine Rechentests" eingebaut werden, zum Beispiel aus der Prozentrechnung.
  • Im Vorstellungsgespräch sollten Sie einige Verhaltensregeln beachten. Positiv wirken: Blickkontakt halten, deutlich sprechen, den Gesprächspartner ausreden lassen, freundlich lächeln, bequem hinsetzen. Negativ wirken auf jeden Fall: den Kopf ständig nach unten neigen, Arme vor der Brust verschränken, ständig ernst schauen, die Gesprächspartner nie direkt ansehen, zu viel Gel im Haar, auf der Stuhlkante sitzen, zu auffällige Kleidung, leise und unsicher sprechen, zu viel sprechen, Kaugummi kauen.

 

Und nun: Viel Erfolg!

 

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