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Equal Pay Day: Mehr Kitas für weniger Ungleichheit beim Lohn

16. März 2016

Vor dem Equal Pay Day am 19. März macht HDE-Geschäftsführer Heribert Jöris deutlich, dass der bereinigte Unterschied in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen in Deutschland

nach Zahlen des Institutes der deutschen Wirtschaft (IW) derzeit bei zwei Prozent liegt: „Diese Lücke können wir noch weiter schließen. Dafür müssen aber vor allem die Kinderbetreuungsmöglichkeiten verbessert werden.“ Viele Frauen könnten dann ihre Auszeiten weiter verringern und entsprechend schneller und effektiver ihre Karrieremöglichkeiten nutzen.

Ein Irrweg auf dem Weg zu gleicher Bezahlung für Frauen und Männer sei dagegen der derzeit vom Bundesfamilienministerium diskutierte Vorschlag für ein Entgeltgleichheitsgesetz. „Der Entwurf eines Entgeltgleichheitsgesetzes leistet keinen substanziellen Beitrag zur Verringerung der Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen und bedeutet gleichzeitig für alle Unternehmen in Deutschland mehr Kosten und Bürokratie“, so Jöris weiter. Grundsätzlich verbiete schon heute das Anti-Diskriminierungsgesetz in Deutschland eine Ungleichbehandlung wegen des Geschlechts bei der Vergütung. Deshalb behandelten betriebliche oder tarifliche Vergütungssysteme in Deutschland Männer und Frauen in der Regel gleich. Kein vernünftiger Arbeitgeber habe ein Interesse an einer Ungleichbehandlung. Nahezu alle seriösen Untersuchungen zeigten, dass bestehende Einkommensunterscheide in der Regel auf das Berufswahlverhalten, andere berufliche Karrierewege von Männer und Frauen sowie anderen Präferenzen bei Einkommensverhandlungen beruhen. Diese würden oftmals durch tradierte Rollenmuster oder bei berufstätigen Eltern durch Faktoren wie mangelhafte Kinderbetreuungsmöglichkeiten beeinflusst.

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