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Lebensmittelpreise: Langfristiger Trend zeigt nach oben

19. August 2015

Der Handelsverband Deutschland (HDE) weist die Kritik des Bauernverbandes zurück, wonach die Preisgestaltung im Lebensmitteleinzelhandel Hauptursache für die Existenzprobleme der Bauern sei.

Zwar stiegen die Preise für Nahrungs- und Genussmittel in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres nur um moderate 0,3 Prozent. „Dies ist jedoch auch vor dem Hintergrund deutlicher Preissteigerungen der Vorjahre zu sehen“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. So verteuerten sich Lebensmittel zwischen 2010 und 2014 um rund 11 Prozent und damit spürbar stärker, als die Verbraucherpreise insgesamt. Zu diesem Anstieg hatte auch die Entwicklung der Milchpreise beigetragen, die im genannten Zeitraum um 23 Prozent (H-Milch), beziehungsweise um 24 Prozent (frische Milch) nach oben kletterten.

Auch wenn im ersten Halbjahr die Verbraucherpreise für frische Vollmilch und H-Milch um rund 10 Prozent nachgaben, liegen die Preise trotz dieser Korrektur nach unten heute immer noch um rund 12 Prozent über dem Niveau aus 2010.

Der Preisrückgang hatte seine Ursache vor allem in einer hohen Angebotsmenge. Die Produktion von Molkereiprodukten legt weiterhin deutlich zu. Dabei gehen immer mehr Produkte in den Export. „Eine einseitige Abhängigkeit der Milchwirtschaft vom Lebensmittelhandel gibt es nicht. Die Ausweichoptionen für die Hersteller von Molkereiprodukten sind erheblich.“ Lediglich 42 Prozent des Lieferantenangebotes zu Herstellerabgabepreisen werden vom Lebensmittelhandel bezogen. Fast die Hälfte geht in den Export und in die Weiterverarbeitung.

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