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Bargeld, Karte oder Smartphone: Die Welt des Bezahlens wird bunter

17. Juni 2015

Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt angesichts der Diskussion um die Abschaffung der Barzahlung und die Förderung des Bezahlens mit dem Handy vor unnötigen gesetzlichen Vorgaben oder Einschränkungen.

„Für den Handel steht auch in Zukunft der Kundenwunsch an erster Stelle. Der Kunde entscheidet selbst, wie er bezahlen möchte. Gesetzliche Vorgaben in diesem Bereich wären überzogen und völlig unnötig“, so HDE-Zahlungssysteme-Experte Ulrich Binnebößel. Die steigenden Investitionen einiger Unternehmen in neue Zahlungsterminals seien kein Signal dafür, dass sie künftig auf Barzahlung verzichten wollten. Fakt sei vielmehr, dass nach wie vor die Barzahlung der Favorit der Händler sei. Sie verursache die geringsten Kosten aller Zahlungsarten. Zwar näherten sich die Kosten von Bar- und Kartenzahlungen tendenziell an. So hätten Entscheidungen der Bundesbank in der Vergangenheit für eine Steigerung der Beschaffungs- und Entsorgungskosten von Banknoten und Münzen geführt. Gleichzeitig sei zu erkennen, dass Entgelte für unbare Zahlungen sinken. „Wir sind aber noch lange nicht so weit, dass der Handel die unbare Zahlung bevorzugen würde. Vielmehr werden die Unternehmen auch weiterhin dem Kunden die Wahl lassen und ihm zusätzliche Varianten anbieten“, so Binnebößel weiter.

Binnebößel verwies in diesem Zusammenhang auf die kürzlich verabschiedete Verordnung zur Regulierung der Interbankenentgelte. Die sogenannte Anwenderauswahl in Artikel acht dürfe den Handel nicht in seiner Handlungsfreiheit einschränken. Es müsse weiterhin zulässig sein, dass dem Kunden ein bestimmtes Zahlungssystem ausgewählt werde, wenn die Zahlungskarte mehrere Varianten enthalte. „Die Händler wollen ihre Kunden nicht bevormunden. Eine zu enge Auslegung der Verordnung würde allerdings zu unangemessen hohen Kosten führen und könnte den Kassiervorgang unnötig verlängern“, so Binnebößel.

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