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Smartphones als Innovationstreiber im Handel – Störerhaftung als Bremse

25. Februar 2015

Zum Auftakt der Handelsmesse EuroCIS in Düsseldorf betont der Handelsverband Deutschland (HDE) die große Bedeutung innovativer Technologien in der Branche.

„Viele Kunden nutzen bei ihrem Einkauf ganz selbstverständlich mit Smartphones Serviceleistungen für mehr Information oder Komfort“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Demnach nutzen 26 Prozent ihr Smartphone zum Preisvergleich beim Einkaufen, ein Viertel fotografiert damit Produkte und rund ein weiteres Viertel fragt per Handy Freunde und Familie um Rat.

„Immer mehr Händler wollen ihren Kunden mit öffentlichen WLAN-Angeboten Extra-Services für ihre Smartphones bieten“, so Tromp weiter. So gab in einer aktuellen HDE-Umfrage fast die Hälfte aller Händler an, dass sie gerne WLAN zur Verfügung stellen würden. Die Befragung zeigt aber auch, dass die Mehrheit dabei letztlich vor den rechtlichen Risiken zurückscheut. Denn in Deutschland gilt nach wie vor das Prinzip der Störerhaftung. Das führt dazu, dass der WLAN-Anbieter für die eventuellen Rechtsverstöße der Nutzer haftet. Tromp: „Viele der innovativen digitalen Konzepte im Einzelhandel hängen vom Zugang der Kunden zum Internet ab. An vielen Standorten geht das nur über WLAN. Deshalb muss die Störerhaftung abgeschafft werden.“ Es sei positiv zu bewerten, dass das Bundeswirtschaftsministerium einen entsprechenden Vorstoß unternommen habe. Allerdings dürfe eine neue Regelung nicht dazu führen, dass die WLAN-Nutzung für die Kunden in der Praxis zu kompliziert werde. So würden etwaige Anmelde- oder Registrierungspflichten viele Menschen davon abschrecken, sich einzuloggen.

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