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Online-Handel: Überhöhte Sicherheitsanforderungen beim Bezahlen schädlich

07. Januar 2015

Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt angesichts der von der Europäischen Bankenbehörde veröffentlichten Leitlinien zur Sicherheit von Internetzahlungen vor überhöhten Sicherheitsanforderungen an Zahlungsprozesse im Online-Handel.

„Sicherheit ist wichtig. Das Vertrauen der Kunden ist die Grundlage für den Erfolg des Online-Handels“, so HDE-Zahlungsexperte Ulrich Binnebößel. Das dürfe aber nicht zu unpraktikablen Zahlungsprozessen führen. „Der Gesetzgeber muss Augenmaß beweisen und praktikable Rahmenbedingungen für das Bezahlen im E-Commerce setzen“, so Binnebößel.

Insbesondere die Forderung der Bankenbehörde nach einer starken Authentifizierung des Kunden könne zu Verwerfungen beim Onlineshopping führen. Die Kunden sollen sich dabei neben dem Passwort über einen weiteren Mechanismus wie beispielsweise einen Token oder Fingerabdruck identifizieren. „Die Umsetzung dieser Ansprüche könnte viele Kunden abschrecken, zudem gibt es derzeit noch keine marktgängigen Lösungen. Und auch der Weiterbetrieb des in Deutschland beliebten Lastschriftverfahrens könnte in Gefahr geraten, falls auch hier die Anforderungen gelten“, so der HDE-Experte. Der HDE fordert daher vor der Umsetzung eine ausführliche Folgenabschätzung über die Auswirkungen auf den Online-Handel. Die Ergebnisse sollen dann bei der verpflichtenden Einführung berücksichtigt werden.

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