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Innenstädte als Handelsstandorte stärken

03. September 2014

Der Online-Handel ist Wachstumstreiber für den deutschen Einzelhandel. In diesem Jahr werden die Umsätze im E-Commerce hierzulande um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen. „Rund 30 Prozent der stationären Händler hat die Chance wahrgenommen und sich ein Online-Standbein aufgebaut“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Die aktuelle HDE-Konjunkturumfrage zeigt aber auch: Rund 70 Prozent der stationären Händler nutzen das Internet noch nicht aktiv als Vertriebskanal. Genth: „Es bleibt zu hoffen, dass diese Unternehmen Chancen nicht ungenutzt lassen. Der Online-Handel wächst seit Jahren sehr dynamisch.“ Der Online-Anteil am Einzelhandelsumsatz liegt insgesamt bei rund neun Prozent, im Non-Food-Bereich bei etwa 18 Prozent.

Gleichzeitig berichten Händler in den Innenstädten von einem Rückgang der Kundenfrequenz. Folge sind in vielen Bereichen Umsatzverluste des stationären Handels. „Das ist eine große Gefahr für unsere vitalen und attraktiven Innenstädte in Deutschland. Ohne den Handel könnten viele Standorte veröden“, so Genth weiter. Handel, Städte und Politik müssten gemeinsam Wege suchen, um die Attraktivität der Stadtzentren zu erhalten. „Wir müssen gemeinsam Wege finden, um beispielsweise durch eine intelligente Vernetzung von Handel, Verkehr, Gastronomie, Kultur und Freizeit die Attraktivität der Städte zu erhalten“, so Genth. Aber auch in anderen Bereichen wie beispielsweise bei der Gewerbesteuer oder den Ladenöffnungszeiten müsse man gemeinsam über Änderungen nachdenken. Genth: „Gelingt dies nicht, könnten bis zum Jahr 2020 rund 50.000 Standorte vom Markt verschwinden.“ Insbesondere kleine und mittelständische Händler, die nicht in Genossenschaften oder Verbundgruppen eingebunden sind, könnten sich nach HDE-Einschätzung dann nur schwer behaupten.

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