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Minijobs und Mindestlohn: Mehr ist weniger

12. März 2014

Viele Beschäftigte erwarten von der Einführung des Mindestlohns mehr Geld. Das Gegenteil wird jedoch eintreten: Viele Minijobber werden nach den Plänen der Bundesregierung künftig deutlich weniger netto in der Tasche haben.

Betroffen sind diejenigen, deren Monatseinkommen an der Minijob-Grenze von derzeit 450 Euro liegt und deren Brutto-Einkommen sich nach Einführung des Mindestlohns über diese Grenze hinaus erhöhen würde. Grund: Minijobber zahlen keine Sozialabgaben und Lohnsteuern. Bereits bei Überschreiten der 450-Euro-Grenze um einen Cent setzt die Sozialabgaben und Steuerpflicht ein. Bei einem Bruttoeinkommen von 451 Euro und Steuerklasse VI würde dies einen Nettoverlust von 99,73 Euro bedeuten. Wer das Niveau seines bisherigen Nettoeinkommens halten möchte, müsste somit mehr Arbeitsstunden dafür leisten. „Eine Sonderregelung für Minijobber ist deshalb dringend geboten, auch aus Sicht der Wirtschaft“, so Heribert Jöris, Tarifexperte beim HDE

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