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HDE will Tarifverträge modernisieren

24. Januar 2013

Der Handelsverband Deutschland (HDE) setzt sich für eine Modernisierung der Tarifverträge im Einzelhandel ein. Um den Weg für neue Regelungen frei zu machen, werden die Tarifträgerverbände die mit der Gewerkschaft ver.di abgeschlossenen Entgelt- und Manteltarifverträge kündigen. Anschließend wollen die Einzelhandelsverbände gemeinsam mit ver.di die bestehenden Tarifverträge in wesentlichen Punkten überarbeiten.

„Die Tarifverträge im Einzelhandel stammen im Kern aus den 50er Jahren. Eine Modernisierung ist überfällig – viele der aktuellen Regelungen haben mit der modernen Arbeitswelt nichts mehr zu tun“, so HDE-Tarifgeschäftsführer Heribert Jöris. Ein Ziel der Überarbeitung müsse sein, die Tarifverträge attraktiver für Unternehmen zu machen und so der zurückgehenden Tarifbindung entgegenzuwirken. Nach den Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung arbeitet etwa die Hälfte der Beschäftigten des Einzelhandels in Unternehmen, die formal tarifgebunden sind. Ein weiteres Viertel der Beschäftigten der Branche ist in Unternehmen beschäftigt, die die Anwendung des Tarifvertrages oder großer Teile davon per Arbeitsvertrag vereinbart haben.

„Die bisherige Entgeltstruktur ist in vielen Fällen unausgewogen und wird den Anforderungen an die Mitarbeiter in der modernen Arbeitswelt nicht gerecht“, so Jöris weiter. Die Gewerkschaftsseite hat den Reformbedarf bereits in der Vergangenheit eingeräumt. Schon seit den 90er Jahren bemühen sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter um einvernehmliche Lösungen. „Nachdem ver.di aus dem im Jahr 2002 gestarteten Projekt Initiative Tarifpolitik im Sommer 2012 leider ausgestiegen ist, erhoffen wir uns in der anstehenden Tarifrunde zumindest einige dringende Punkte angehen zu können“, so Jöris.

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